ARCHIV: 2012-01-20 Mit dem Wohnmobil an der Costa del Sol unterwegs - und wieder ist Torrox negativ im Gespraech

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ARCHIV: 2012-01-20 Mit dem Wohnmobil an der Costa del Sol unterwegs - und wieder ist Torrox negativ im Gespraech

Beitrag von Uwe » Mi 1. Feb 2017, 19:18

Verfasser: REPORTER 20.01.2012 / 16:43
In der SUR deutsche Ausgabe vom 05.01.2012 stand nachfolgender Artikel auf Seite 13

Barbara Rücker
ist Landschaftsgärtnerin und lebt seit drei Jahrzehnten in Spanien, zunächst in Katalonien und seit vielen Jahren in Torrox.
Für SDA schreibt sie jede Woche über dortige Entwicklungen in Politik, Tourismus und Umweltschutz.

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DIE WILDEN SIND WIEDER UNTERWEGS

Warum werden sie nicht willkommen geheißen in Torrox-Costa?
Warum müssen sie fürchten, von der Policia Local wie Zigeuner oder Kriminelle verjagt zu werden?

«Anwohner und Geschäftsleute fürchten Image-Schäden für Torrox-Costa», schreibt eine Zeitung.

Für den Image-Schaden sorgen die 'Empörten' schon selbst.

Die Reisemobilisten sind in der Regel gut betuchte Leute, die sich den Luxus erlauben können, für längere Zeit zu reisen. Wenn sie die Costa del Sol auf ihrem Programm haben, dann möchten sie in der Nähe des Meeres und der Strandpromenaden bleiben. Sie wollen flanieren, einkaufen, Restaurants besuchen und das Ambiente genießen. Sie wollen nicht gezwungen werden, ihr Fahrzeug abseits der Route im Hinterland abzustellen.

Warum lässt sich die Gemeinde Torrox dieses Potential an Urlaubern verjagen. Jeder Gast,ob er viel oder wenig Geld dalässt, sollte sich freuen dürfen auf Torrox. So viele Plätze in
Strandnähe stehen während der Wintermonate leer. Genauer gesagt zwischen 15. September und 15. Juni. Also könnte man den Reisemobil-Tourismus für neun Monate anlocken.
Diese Individual-Reisenden sind per Internet perfekt untereinander vernetzt.

Kämen positive Signale aus Torrox, in Sekundenschnelle wüssten es die nördlichen Regionen.

Warum spricht die Gemeinde nicht mit dem Betreiber des örtlichen Campingplatzes?
Warum überlässt sie ihm nicht ein Grundstück z.B. in der Nähe des Leuchtturms.

Strom, Wasser und Abwasser sind dort kein Problem. Die Leute sind ja bereit zu zahlen, wenn ihnen ein ordentlicher Platz angeboten wird. Die Wartung des Platzes obliegt dem Platzbetreiber, und ihm gehören auch die Einnahmen. Ohne eine Person für Aufsicht, Ordnung und Sauberkeit geht es nicht.

Wo ist das Problem?
Andere Gemeinden würden diesen Legionen von Reise-Mobilisten den roten Teppich ausrollen.

Wer aber hat schon 'Meer total' zu bieten?
Nerja hat einen Stellplatz geschaffen mit den notwendigen technischen Vorkehrungen. Hinfahren und anschauen, verehrte Torroxer Gemeinderäte!

So etwas darf nicht mehr passieren, dass der Vorsitzende des Verbandes der örtlichen Geschäftsleute von der Gemeinde ein härteres Durchgreifen gegen die Wohnmobilbesitzer fordert. Wo sind wir denn? Eine solche Einstellung soll verstehen wer will.
Auf der einen Seite nur Jammern und Wehklagen wegen der Tourismusflaute und auf der anderen Seite Polizeiaktionen gegen potentielle Kunden.

Es könnten doch durchaus Leute dabei sein, die sich überlegen eine Immobilie zu erwerben in dem Ort mit dem Besten Klima von Europa.

Natürlich geht dieser Text auch an die Parteien von Torrox in der spanischen Fassung. Sie werden sich Gedanken machen müssen über dieses Thema.


Was meinen Sie dazu?
Beteiligen Sie sich an der Diskussion, schreiben Sie uns Ihre Meinung unter dem Stichwort 'Dorfgeschichten' per E-mail, Fax oder Post:
info@surdeutsch.com
Fax: 952 020 293

oder per Brief an die Adresse:
Avda. Dr. Maranón 48,
29009 Malaga.
Die Redaktion behält sich die Veröffentlichung und Kürzung von Leserbriefen vor.

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REAKTIONEN AUF DIESEN ARTIKEL
In der SUR deutsche Ausgabe vom 19.01.2012 wurden nachfolgende Reaktionen veröffentlicht:

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REAKTIONEN AUF DIE 'WILDEN CAMPER'

Unsere Rubrik Dorfgeschichten vom 5. Januar hat für zahlreiche Leser-Reaktionen gesorgt

In der SUR deutsche Ausgabe vom 5. Januar hat unsere Kolumnistin Barbara Rücker ein Thema aufgegriffen, das unsere Leser stark beschäftigt. Das Reisen mit dem Wohnmobil und die Bereitschaft oder Nicht-Bereitschaft der Gemeinden, die mobilen Camper aufzunehmen, hat für zahlreiche Reaktionen von unseren Lesern gesorgt. Sie beschweren sich in der Mehrzahl darüber, dass es in anderen Ländern wie Frankreich oder Portugal gelingt, die Wohnmobilisten nicht nur aufzunehmen, sondern auch noch Geschäfte mit einer Gruppe von Reisenden zu machen, die innerhalb Europas immer größer wird. Das zeigt zum Beispiel die Tourismusmesse CMT, die derzeit in Stuttgart stattfindet und die sich ganz auf die Wohnmobilbesitzer konzentriert.

Die Gemeinden an der Costa del Sol, die ja auch von der Wirtschaftskrise betroffen sind, verpassen eine Gelegenheit, den Tourismus anzukurbeln und Geld in die Gemeindekassen zu bringen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Dazu sagt Leser Klaus Mickat: «In der Sierra Nevada hat man erkannt, wie wichtig die Wohnmobil-Touristen sind. Man hat dort entsprechende Plätze zum Wohlsein angelegt. Die Gemeinde Torrox ist blind.»

Auch Vorstöße wie die der Gemeinde Nerja, die einen schönen Stellplatz geschaffen hatte (siehe Dorfgeschichten vom 5. Januar), waren leider von kurzer Dauer. Der Platz ist nach Angaben der Gemeinde inzwischen wieder geschlossen.

Was unsere Leser auch nicht verstehen: Warum Gemeinden wie Torrox oder Torre del Mar nicht einmal über den Tellerrand hinausschauen und nachfragen, wie andere Gemeinden im In- und Ausland die Probleme lösen und dabei noch Geld verdienen.
Im Nachbarland Portugal hat man beispielsweise nach Erfahrungen unserer Leser keine Probleme mit den Wohnmobilbesitzern.
Im Gegenteil: «Wir sind in Portugal und Marokko gern gesehenene Gäste», schreibt Helmut Loos

Torrox ist sich zu fein für Camper
Es schreit doch zum Himmel. Schon seit Jahren versteht man nicht, dass ein Platz, wie Sie ihn beschreiben, für Camper nicht wie geschaffen ist. In Frankreich gibt es einen Campingplatz an der Küste für 4-5 Tage. Auch das würde schon reichen, aber Torrox ist sich wohl zu fein dafür. Lieber baut sich der Bürgermeister Gedenkstätten, die wegen Geldmangel nicht eröffnet weden können, zum Beispiel das Theater oder das Hallenbad.

MARGOT SCHULTZ
per Email

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Den Nagel auf den Kopf getroffen

Mit Ihrem Artikel haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Überschrift könnte auch heißen:'Die Banditen sind unterwegs'! Genau so, wie auch in Ihrem Artikel beschrieben haben wir unsere Erfahrungen hier bei Marbella gemacht.

Torrox, wo wir und unsere Freunde auch schon gestanden und Geld ausgegeben haben, ist kein Einzelfall.

Das nennt man Europa mit über 5.000 Wohnmobil-Stellplätzen, wo Spanien laut Reisemobil-Atlas im Jahr 2010 mit neun ausgewiesenen Plätzen vertreten ist.

Das Problem liegt meistens an den Campingplatzbetreibern mit ihren unverschämten Preisen.
Hier um Marbella hat man schon erreicht was man wollte. Es sind kaum noch Wohnmobile zu sehen.
Auch wir haben unsere Konsequenz gezogen und bringen unsere Euros nach Portugal und Marokko, wo wir gerne gesehen und freundlich empfangen werden.

Helmut Loos
per Email

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Sehr wenig offizielle Stellplätze

Wir - selbst Wohnmobilisten - überwintern zur Zeit auf dem gleichnamigen Campingplatz in Torre del Mar. Bei unserer An- und Abreise müssen wir immer wieder feststellen dass es sehr wenig offizielle Stellplätze für Wohnmobile gibt, obwohl Platz da wäre. Auch hier in Torre del Mar sehen wir die Durchreisenden auf einem großen Platz stehen und auch hier werden sie hin und wieder weggejagt. Soweit ich weiß haben die Gemeinden hier ja auch kein Geld. Wenn man eine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit schaffen würde und dann pro Nacht 10 Euro nimmt, würde dies doch wohl einiges in die Gemeindekasse bringen. Um den Campingplätzen entgegen zu kommen, könnte man die Aufenthaltsdauer - wie auch bei einigen Stellplätzen in Deutschland - zum Beispiel auf 3 - 5 Tage begrenzen.

SIGFRIED SERSAN
per Email

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Die ersten Probleme kamen letztes Jahr

Erst einmal all meinen Respekt für Ihren Artikel. Ich gehöre seit diesem Jahr auch zu diesen Kriminellen, die nichts bezahlen wollen. Vor drei Jahren stand ich das erste Mal in meinem Leben auf einem spanischen Campingplatz, da war ich noch einigermaßen zufrieden, weil ich nichts anderes kannte. Im letzten Jahr dann die ersten Probleme. Wir kamen einen Monat später und bekamen dadurch nicht unseren alten Stellplatz. Dreimal wechselten wir unseren Standplatz, und dann sagten wir Ade. Warum? Wir lieben die Sonne und die Frutas, diese spanische Wintersonne ist ein Traum.

Nur gibt es auf den spanischen Campingplätzen wenig Sonne, aber viele Bäume (zwecks Sommer ist das auch zu verstehen). Aber ich bin im Winter 5-6 Monate hier. Dann hatten wir mit dem Internet noch Probleme und es ist auch arg eng, auf jedem Meter ein 'Wohni' Ich liebe die Freiheit, die Sonne und die spanischen Früchte. Ja und nun standen wir frei auch in Torrox Costa, aber von Freiheit keine-Spur. Die wunderbare Sonne (sie umarmt mich immer wieder) konnten wir nicht genießen. Im Moment leben wir für uns im spanischen Paradies, zum Glück 50 km von Torrox entfernt.

ANTON WERNER
per Email

.....
Ein Lanze für die Wohnmobilbesitzer

Mit großer Freude habe ich Ihren Artikel in der Sur Deutsche Ausgabe gelesen. Endlich einmal jemand, der für die Wohnmobilisten eine Lanze bricht. In den meisten Berichten werden die Touristen in den Wohnmobilen als Zigeuner, Umweltverschmutzer, Geizhälse usw. betitelt.
Wir sind selbst auch sehr oft mit unserem Wohnmobil in Spanien unterwegs und kennen die Diskussionen zum Für und Wider von mobilen Touristen.
Es ist richtig, dass die meisten Städte und Gemeinden das große finanzielle Potential der Reisenden im Wohnmobil unterschätzen. Wohnmobilbesitzer sind sehr wohl bereit, für bereitgestellte Infrastruktur in Form von Stellplätzen und Ver- und Entsorungsstationen zu bezahlen.
Leider befinden sich solche Plätze (wenn sie überhaupt vorhanden sind) oftmals in Industriegebieten. Da ist es doch nur verständlich, wenn sich die Reisenden andere Plätze suchen, wo sie eine Nacht verbringen können. Und dann beschweren sich die Anwohner der umliegenden Häuser, dass Wohnmobile auf den Parkplätzen stehen und die Besitzer angeblich einfach ihren Dreck und Müll liegen lassen, wie unlängst wieder geschehen in Torre del Mar.

Die Behauptungen dieser Anwohner sind einfach nur falsch. Verantwortungsbewusste Wohnmobilisten lassen weder Müll zurück noch entleeren sie ihr Abwasser auf der Straße. Vielmehr sollten sich solche Beobachter einmal für die meist einheimischen Insassen von PKWs interessieren, die ihre Abfälle wie Pizzaschachteln, Getränkedosen, Pommestüten, Kippen usw. einfach rechts und links aus den Fenstern der Autos fallen lassen und überhaupt nicht daran denken, den Müll zu entsorgen. Das Thema Wohnmobilfahrer hier in Spanien ist eine unendliche Geschichte und es betrifft ja nicht nur die ausländischen Touristen, sondern gleichermaßen die spanischen Wohnmobilbesitzer.

GABRIELE GAUL
per Email

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Unverständnis, wie Gemeinde sich verhält

Ihr Bericht brachte die Situation in Torrox direkt auf den Punkt. Schon der Artikel, der im letzten Jahr erschien über Wohnmobil-Touristen, verursachte großes Unverständnis bei mir, wie die Gemeinde Torrox sich verhält.

Ich gehöre zu denen, die vor 10 Jahren Spanien bereiste und war immer willkommen und freundlich in den Gemeinden in Andalusien aufgenommen. Nun fand ich in Velez-Mälaga meine neue Heimat. In der Sierra Nevada hat man erkannt, wie wichtig die Wohnmobil-Touristen sind. Man hat entsprechende Plätze zum Wohlsein angelegt. Nicht nur die Gemeinde Torrox ist so 'blind', die Gemeinde Torre del Mar ist genauso 'dumm'.

KLAUS MICKAT
per Email

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In anderen Ländern klappt es doch auch

Ich lebe seit mehr als 30 Jahren hier an der Costa del Sol und war Betreiber eines großen Campingplatzes. Die Probleme des 'wilden Campens' gab es schon immer und sind auch kaum zu unterbinden. Nur wenige Plätze haben sich auf diesen Typ Camper eingerichtet. Einen 'preiswerten' Camping-Aufenthalt gibt es seit Einführung des Euro schon lange nicht mehr. Für den gleichen Preis, der heute verlangt wird, bekommt man einen Langzeit-Hotelaufenthalt mit Halbpension.

Diese Entwicklung hat auch mit den gestiegenen Lohn-, Pacht oder anderen Kosten nichts zu tun. Es ist reine Abzockerei.
Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass es sehr viele Camper gibt, die sich einen 'billigeren' Stellplatz suchen. Mit Verjagen und Bestrafen ist dieses Problem nicht zu lösen, denn diese Gäste bringen auch Geld nach Spanien. Warum schauen die zuständigen Behörden nicht mal über die Grenzen nach Norden, wie andere Orte das gemacht haben? Jede Kommune an der Costa verfügt über noch unbebautes Gelände, so auch Torrox.

Dieses sollte für erschwingliche Womo-Plätze zugänglich gemacht werden. Das ist mit wenigen Mitteln möglich und schafft außerdem auch noch die so notwendigen Arbeitsplätze. In Frankreich sind die meisten dieser Plätze gratis und werden wohlwollend von der Polizei 'beäugt'.
Hat Andalusien immer noch nicht begriffen, dass man hier vom Tourismus lebt?

ULRICH KÜHNHOLZ
La Cala de Mijas

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