Zum Sonntag Mundart aus Nordhessen 7

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WuschelRaven
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Zum Sonntag Mundart aus Nordhessen 7

Beitragvon WuschelRaven » So 5. Nov 2017, 08:52

Maiausflug uffn Alheimer
Nach Mittagessen und Mittagsschläfchen besuchte Schnibbelbohn`s Henner seinen Freund und Kupferstecher Fettenbrot`s Karle -wie fast jeden Tag – in seinem Garten. Nach einiger Zeit die beide schweigend und mit geöffneter Bierflasche auf der Gartenbank verbrachten, brach Henner die bedrückende Stille: „ In zwei Wochen ist 1. Mai!“ - was Karle einsilbig mit „Hm!“ bestätigte. „Früher simmer jedes Jahr ruff uffn Alheimer gewandert und honn schön ohne unsre Wieber die Natur genossen!“ - „De Natur un Schnaps und Bier!“ bestätigte Karle.
„Jo das war schön: Erst `n Berch hoch gequält dann oben „Ahle Wurscht“ mit Brot und Gurke gefressen.“ „Jo und das ganze dann mit einigen Bier und Korn runnergespült und dann gings an de Schießbude.“ - „Hassl´s Wilde Jagd uss Beber!“ warf der Henner ein. „Nach zähn Schuß hott uns der Chef von der Bude aber die Knarren widder uss der Hand gerissen, weil du den Teddybären de Augen russgeschossen host.“ "Hör uff“, entgegnete Henner,„das Zielwasser hott bei dir au nit geholfen: Du host den armen Teddies innèn Buch geschossen, dass de ganze Holzwolle russkohm.“ - „Also simmer widder zur Bierbude und honn de Konjunktur angetrieben.“ erzählte Karle weiter, was Henner mit einem „Reichlich!“bestätigte.
Später haben sich beide auf einer der Bierbänke niedergelassen und mit Bier und Korn und anderen dargebrachten Spirituosen die Freuden der schönen Natur genossen. Das Gespräch wurde jetzt von einer längeren Pause unterbrochen, wobei beide selig und mit verklärten Augen die Vergangenheit zurückriefen. „Nammitags honn dann de Jungs de ersten Kloppereien angefangen. Mäh konnten da aber nit mitmachen.“ unterbrach Henner die Stille. „Mäh waren jo au stille und friedliche Zecher“, meinte Karle, „und usserdem konnt` `mer kaum grade stehen, von wejen au noch hinnelööfen un kloppen.“ „Mäh honn uns dann gesammelt und sinn mit vereinigten Kräften und „Arm in Arm“ uffn Heimweg“, berichtete der Karle. Und der Henner vervollständigte: „Kurz vor Guddels simmer dann müde gewochden und honn uns am Wejesrand hingelecht und den Schlaf des Gerechten genossen.“
„Da würd` `mer heute noch liechen, wenn unsre Zimmerlinden namens Hilde und Käthe `sElend nit geahnt hätten,“ meinte Karle. „Die honn sich den Handwagen geschnappt und sinn uns entgegen gekommen. Dann honn se uns uffgeladen und heime geschaukelt.“ ergänze Henner die Geschichte. Jo und weil sich de Stadtkapelle mittlerweile au uff den Heimmarsch gemacht hat, simmer mit Pauke und Trompeten in de Stadt ingezochen. Un übberall sinn de Fenster uffgegangen und honn uns uff der Karre liejend und scharchend gesehen.“ erzählte der Karle. „Hör uff!“ beendete der Henner den Dialog und machte sich heime zu seiner „Zimmerlinde“ Käthe. Aus der Ferne rief er dem Karle zu: „Aber schön war`s doch!“


Übrigens will ich mich nicht mit fremden Federn schmücken die Anekdoten stammen von hier. : http://regiowiki.hna.de/Nordhessische_Anekdoten
Torrox der Traum kann wahr werden

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